Derzeit wird eine Serie von Körperfotografien , Licht - und Videoinstallationen präsentiert, die unter dem Titel "Äußeres - Inneres" steht. Die oberflächliche Wahrnehmung ist schnell mit Äußerlichkeiten beschäftigt. Dabei registrieren unsere Sinne weit mehr. Dieses "Mehr" gelangt jedoch nicht häufig in höhere Bewusstseinsebenen und bleibt somit unbewusst. Daher bemerken wir selten, dass das, was wir sehen, nur das ist, was wir - angesichts unseres Erfahrungshintergrundes - sehen können: Eine Reflektion unserer eigenen, inneren Bilder. Anders ausgedrückt: Nichts ist, wie es scheint.
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Bei einem Teil der Lichtinstallationen steht das "Innere" in Form des Röntgenbildes - und nicht der Körper - im Vordergrund. Die Installationen sind, wie auch die Körperfotografien ohne Titel. Lediglich zwei der hier ausgestellten Werke tragen Titel ("Spuren" und "Spirale").
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Der Körper steht hier symbolisch für das "Äußere". Die in Überblendtechnik hinterlegten medizinischen Details repräsentieren das "Innere". Sie entstammen radiologischen Untersuchungen wie dem konventionellen Röntgen, der Computer- oder der Kernspintomographie. Eine kurze Betrachtung zum Wahrnehmungshintergrund dieser Bilder finden Sie hier.
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 Aus dem Bewegtbild erschließen sich Vorgänge im Inneren des Körpers. Beispielsweise stellt „ Nierenarterien“ die Durchblutung der Nieren mit jedem Herzschlag dar. „Herz“ zeigt ein schlagendes Herz und den Ursprung der Hauptschlagader (Aortenwurzel).
Die Darstellung der „Nierenarterien“ und Nieren gelingt auf angiographischem Weg (Darstellung der Blutgefäße mithilfe von Röntgenkontrastmitteln). Das pumpende „Herz“ wird mithilfe einer speziellen kernspintomographischen Untersuchung in sog. Phasenkontrasttechnik erstellt.
Letztere kernspintomographische Technik ist Teil eines neu entwickelten Untersuchungsprotokolls für Patienten, deren Aorta durch eine angeborene Bindegewebsschwäche (das Marfan-Syndrom) unvorhersagbar plötzlich einreißen kann (Dissektion, Ruptur), was immer noch viel zu häufig zum sicheren Tod führt. Da ein solches Ereignis nicht vorhersagbar ist, leben die Betroffenen mit ständiger Todesbedrohung. |
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