Med. Screening
Zum konstruktiven Umgang mit der ständigen Todesbedrohung beim Marfan-Syndrom (MfS) gehören regelmäßige, auch engmaschige Kontrollen der Aorta. Sie können Leben retten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass auch die aus der Aorta abgehenden Gefäße beobachtet werden müssen. Dazu zählen v.a. die Halsgefäße (Cervicalgefäße), die den Kopf und die Arme versorgen.

Geeignete Untersuchungsmethoden sind der Ultraschall (wird vom Kardiologen durchgeführt), die Kernspintomographie (Magnet-Resonanz-Tomographie = MRT) und die Computertomographie (CT, werden vom Radiologen durchgeführt). Der Ultraschall ist dazu geeignet, die Aortenwurzel (Bulbus) zu betrachten, die MRT kann sämtliche Gefäßabschnitte der Aorta und der abgehenden Gefäße in Bewegung untersuchen. Manche Patienten, die Metall im Körper haben (nach Operationen), sind für die MRT nicht geeignet - für diese Menschen kommt die CT als alternative Untersuchungsmethode der Aorta in ihrem gesamten Verlauf in Frage. Die CT ist im Gegensatz zur MRT mit einer hohen Strahlendosis verbunden.

 

Marfan Information Logo

Ein Übersichtsartikel zu den Untersuchungsmethoden mit Bildbeispielen steht als PDF-Datei zum Download (1,8 MB) zur Verfügung.

 

Ziel der regelmäßigen Untersuchungen ist es, ab einem bestimmten Aortendurchmesser eine sog. Wahl-Operation (elektive OP) der Aortenwurzel durchführen zu lassen. Bei einem Wahleingriff, wählt man den Zeitpunkt der OP selber, der Operateur hat bessere Vorbedingungen als während eines Notfall-Eingriffs. Ab welchem Durchmesser der Aortenersatz durchgeführt werden soll, ist von Individuum zu Individuum verschieden - als Richtwert wird ein Aortendurchmesser von 50 mm genannt.

 
RocketTheme Joomla Templates